Im Süden ging 1932 ein Stern auf.

 

Anno 1932 begann die wechselvolle Geschichte des Vereins.
Zwei Fusionen und vier Vereine ließen im Laufe der Jahre den fünften Verein, den "Sport-Club Herten 1932/87" entstehen.

 

Der Anfang


Im Jahre 1932 gingen beherzte Männer an die Arbeit und gründeten einen Fußballverein.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Männer wie Mandrisch, Wosny, Dembeck u.a. Sie nannten den Verein "Südstern Herten"(sh. Foto). Der "Verein der Arbeiterklasse" durfte während der Naziherrschaft seinen Sport nicht ausüben und musste den Spielbetrieb einstellen.

 


Da man auch damals schon Fußballer in ihren Drang, dem rundem Leder hinterherzulaufen, nicht austreiben konnte, nahm der "Verein Südstern Herten" gleich nach Kriegsende 1945 seinen Spielbetrieb wieder auf. Fast parallel dazu gründeten 1945 Männer um J. Schubert herum einen neuen Fußballverein. Dieser erhielt den Namen "Spiel und Sport Herten".
Die Gründungsversammlung fand in der noch heute existierenden Gaststätte Ennemann statt, die dann auch Vereinslokal wurde. In der Gründungsversammlung legte der Vorsitzende, J. Schubert, die Richtlinien des Vereins fest. Sie lauteten: "Der Verein ist auf demokratischer Grundlage aufgebaut, kann sich aber politisch und konfessionell frei bewegen, er soll auf breiter Grundlage allen Mitgliedern Gelegenheit geben, ihren Sport auszuüben".
Mit viel Eifer und persönlichen Einsatz begannen zunächst insgesamt 70 Mitglieder selbstgesteckten Ziele zu erreichen.
Im November 1947 trat der Vorstand von "Südstern Herten" an den Vorstand von "Spiel und Sport Herten" heran mit der Bitte um Zusammenschluss beider Vereine.
So entstand im Dezember 1947 der Verein "Sportfreunde Herten 1932". Zum 1. Vorsitzenden wurde Hermann Czerwinski gewählt. Gespielt wurde in der "Katzenbusch-Kampfbahn" im Hertener-Süden.
Mitglieder der ersten Stunde sind die Eheleute Leni und Alfred Giebler, die dem Verein bis zum heutigen Tage treu geblieben sind. Obwohl bereits in den 80-gern feuert „Unser Alfred“ die erste Mannschaft noch lautstark an. Ein Spieltag ohne ihn ist nahezu undenkbar.

 

 

Kameradschaft Groß geschrieben


Die Nachkriegsjahre waren hart, die Kameradschaft groß. In besonderen Härtefällen, z.B. bei Verletzungen oder längerer Krankheit wurden Geldsammlungen vorgenommen, um das Leid in den Familien der Sportkameraden zu lindern.
Die wichtigste Sportart wurde nach einigen Jahren der Fußball. Sportarten wie Schwimmen, Turnen, Wandern oder Handball wurden mit der Zeit aufgegeben.

 

 

Umzug auf die eigene Sportanlage


Im Jahre 1957 war die Freude groß, die Sportfreunde konnten auf ihrer eigenen Sportanlage auf dem Paschenberg Einzug halten. Nun hatte man endlich eine eigene Sportstätte, die Spieler und Zuschauer bequem erreichen konnten.
Im Jahre 1959 stieg die erste Seniorenmannschaft in die 1. Kreisklasse auf und leider, 1960 bereits wieder ab. Nicht für allzu lange wie sich zeigen sollte, denn 1964 folgte der Wiederaufstieg.

 

 

Gründung einer Damenmannschaft


Eine Besonderheit war im Jahr 1970 die Gründung einer dann sehr erfolgreichen Damenmannschaft, die 1972 in die Bezirksklasse aufstieg. Mit fast 1400 zahlenden Zuschauern halten sie bis heute den Zuschauerrekord "auf’m Berg".

 

 

Aufstieg in die Bezirksklasse


Die bisher erfolgreichste Seniorenmannschaft stieg 1973 in die Bezirksklasse auf.
Eine besondere Spielerpersönlichkeit war Erich Müller, "Torjäger im wahrsten Sinne des Wortes", der Mann mit dem Abo auf die Torjägerkrone in seiner Spielklasse. 40 Tore oder mehr pro Spielsaison waren für ihn "normal".

Damals so wie heute: Hat man eine Mannschaft mit vielen guten Spieler, kommen andere Vereine und holen sie weg. So war es auch bei uns.
Die Spielklasse konnte auf Dauer nicht gehalten werden.

 

 

Damen Gymnastik Gruppe


Seit 1978 hält sich eine große Anzahl von Damen aller Altersgruppen unter fachkundiger Leitung einer Trainerin einmal wöchentlich in der Bodelschwinghturnhalle, die sich in der Nähe unserer Sportanlage befindet, fit.
Im nächsten Jahr besteht diese Gruppe bereits 25 Jahre.
Besondere Verdienste hat sich hier Frau Sachling, die auch einmal der Fußballabteilung vorstand, erworben.

 

 

Alte- Herren Mannschaft, die erfolgreichste Seniorenmannschaft


Lange Jahre erbrachte die 1. Mannschaft keine besondere Leistung mehr und dümpelte im unteren Tabellendrittel herum. Die Alte-Herrenmannschaft entwickelte sich zur erfolgreichsten Mannschaft. Bei der 1. Mannschaft wurde sogar ein Relegationsspiel, um den Klassenerhalt nötig. Gottseihdank wurde das Spiel gegen den SV Lippramsdorf auf der Sportanlage „Am Leiterchen“ in Recklinghausen gewonnen.
Reaktivierte Alte-Herren-Spieler retteten in den letzten Spielen den Klassenerhalt.

Dann wurde der bisherige, sehr erfolgreiche A- Jgd. Trainer, Karl Sadowski, Trainer der Senioren. Mit einer Mischung aus jungen Spielern und einigen Routiniers wie Jürgen „Fitti“ Friederich und Fred Kubicki holte er den Erfolg zum Berg zurück. Zu seiner erfolgreichen Trainerzeit war die 1. Mannschaft in Herten und in ihrer Klasse gefürchtet.
Nach drei Stadtmeistertiteln mit der A-Jugend wurde er mit den Senioren in der Meisterschaft in acht Jahren viermal Zweiter und einmal Dritter.

 

 

Jörg Wisotzski Toptorjäger


Während dieser Zeit sorgte der pfeilschnelle Jörg Wisotzki für den Torrekord in der Vereinsgeschichte.
In einer Saison versenkte er den Ball 47 Mal.

 

 

Aufstieg knapp verpasst


Zentimeter fehlten zum Titel, als Andreas Burkart im Lokalderby gegen Vestia Disteln den entscheidenden Elfmeter an die Latte setzte. Ein Treffer hätte den Aufstieg in die Bezirksliga bedeutet.
Dann die Katastrophe.
Nach zwei relativ erfolgreichen Spielzeiten in den Jahren 1999 und 2000 unter Trainer Robert Cornelius dann die Katastrophe: Abstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse.
Gottseidank nur auf dem Papier!

 

 

Fusionierung erhält die Spielklasse


Eine Fusionierung mit der Eintracht Herten, die beiden Vereinen nutzen soll, rettete den Sportfreunden die Spielklasse.

„Eintracht Herten 1987“ entstanden aus dem Kneipenteam „Dynamo Busch“ wurde Fusionspartner. Erster Vorsitzender von Eintracht Herten war Andreas Meermann. Gleich zu Beginn seines Bestehens gelang dem Verein trotz begrenzter finanzieller Mittel der erste Aufstieg. In den folgenden Jahren schaffte es die Eintracht bis in die Kreisliga A.
Über eine Jugend verfügte sie jedoch nie. Am 28. Mai 2001 schlossen sich Eintracht Herten und Sportfreunde Herten zum Verein „Sport-Club Herten 1932/87 e.V.“ zusammen.
Grund für den Zusammenschluss ist insbesondere der Verkauf der Sportanlage Spanenkamp und die Absichtserklärung der Stadt Herten, auf dem Paschenbergsportplatz neue Umkleidekabinen zu errichten, den Trainingsplatz zum Tennenplatz umzugestalten und dem Verein zu helfen, den schon seit Jahren gehegten Plan „Bau eines Vereinsheimes“ zu verwirklichen.
Wir warten sehnsüchtig darauf.

 

 

Jugendarbeit Groß geschrieben


Seit seiner Vereinsgründung haben sich die Sportfreunde vorrangig mit der Kinder- und Jugendarbeit befasst.
Ganz besonders heute kommt der Kinder- und Jugendarbeit eine besondere Bedeutung zu und stellt außer der Heranführung an den Sport eine wichtige soziale Maßnahme in sich dar. Kinder- und Jugendarbeit muss immer auch Sozialarbeit sein und einen pädagogischen Hintergrund haben.
Ganz besonders hat sich Hermann Ballmann als jahrzehntelanger Jugendleiter im Verein für die „Jugend“ engagiert und sich unschätzbare Verdienste erworben.
Alle aufzuzählen, die sich um die Betreuung und Führung der Jugend im Verein bemüht haben, wäre müßig und ist auch sicherlich nicht erforderlich. Dank sei allen hiermit gesagt, die sich in der Vergangenheit nicht gescheut haben mit großem persönlichem Engagement ihre Freizeit den jungen Spielern unseres Vereins zu widmen.
Gerade die ehrenamtlich tätigen Betreuer, die im täglichen Einsatz ihr "Können", ihre Tricks und sonstiges selbst erlerntes "Know-How" im Fußball an den Nachwuchs weitergeben, brauchen unser aller Unterstützung.
Die Jugendabteilung des Sport-Club stellt alle Jugendmannschaften von den G-Junioren bis zu den A-Junioren, was in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.

 

Trotz aller Widrigkeiten, hat es unsere Jugendabteilung immer wieder geschafft, die Kinder- und Jugendarbeit auszubauen, Turniere mit nationaler und internationaler Beteiligung auszurichten, Abschlussfahrten zur Förderung der Kameradschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu unternehmen um die wichtige Elternarbeit zu fördern. In den 70er-Jahren waren Treffen mit Mannschaften aus dem "Distric Gironde Sud" (Frankreich) sportlicher Höhepunkt für unsere jugendlichen Spieler. Fahrten nach Belgien, Holland und Berlin gehörten in den 80er Jahren ebenso zum Fußballeben der Jugend, wie die zahlreiche Teilnahmen an Turnieren in nah und fern. Seit fünf Jahren nehmen unsere Jugendlichen an internationalen Turnieren in Italien und Spanien teil. Im Frühjahr 2004 konnte sich die D-Junioren Mannschaft mit dem Nachwuchs des FC Bayern München messen, während unsere C-Junioren in Berlin an einem internationalen Turnier teilnahm.
Seit 7 Jahren haben wir unsere eigenen Highlights in Herten. Unter der Regie des damaligen Jugendvorstandes wurden die Hallenturniere um den Strothoff-Indoor- Cup (C-Junioren und E-Junioren) ins Leben gerufen. Dazu kamen die Feldturniere um den DH-Cup (Minikicker, F-Junioren und D-Junioren). An diesen Turnieren nehmen jedes Jahr namhafte Jugendmannschaften aus dem In- und Ausland teil, deren Seniorenmannschaften im Profifußball vertreten sind. Ein absoluter Höhepunkt für jeden Jugendspieler, der dort die Gelegenheit hat, sich sportlich mit Topmannschaften zu messen. Inzwischen bekommt der Jugendvorstand Anfragen zu diesen Turnieren aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischem Ausland.
Nur durch intensive Jugendarbeit wird es zukünftig möglich sein, Menschen zu gewinnen, die bereit sind, sich zum Wohle unseres Nachwuchses in Vereinen zu engagieren und somit die wichtige Aufbauarbeit für den Seniorenbereich zu unterstützen.

 

 

Saison 2003/2004


In der Saison 2003/04 lief es für die zweite Mannschaft nicht sehr rosig. Da die Mannschaft oft umgestellt werden musste, kam Sie nie so richtig in Schwung. Das Ende war dann der Abstieg aus der Kreisliga B in die Kreisliga C. In der Jugendabteilung war ein Aufwärtstrend zu sehen. Denn mit den A-Junioren, C-Junioren, D-Junioren und E-Junioren holten gleich vier Mannschaften den Ligapokal.

 


Saison 2004/2005


Die Saison 2004/05 verlief für die erste Mannschaft sehr erfolgreich. Sie belegte den 2. Tabellenplatz und verpasste nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

 

Gründung einer Damenmannschaft


Nach 25 Jahre konnte in dieser Saison wieder eine Damenmannschaft mit 18 Spielerinnen gegründet werden, die ab der Saison 2006/07 in die Meisterschaft eingreifen wird.